Leuenberger Moritz


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041129

Offener Brief an Bundesrat Moritz Leuenberger

 

Sehr geehrter Herr Bundesrat Leuenberger, Ich kenne Sie als humorvollen Menschen.  Jetzt aber vergeht mir - und ihnen wohl auch - der Humor. Wir wissen es jetzt genau: 81 % der Autofahrer sind schlechte Bürger und grundsätzlich kriminell.

81 % fahren also auf der Autobahn zu schnell Tempolimiten. Was sind wir nur für ein Volk? Seit 31 Jahren haben wir nun die Tempolimiten auf den Autobahnen und . . . keiner kümmert sich darum.

Haben Sie, Herr Bundesrat, da noch Worte? Haben Sie sich mal überlegt, warum das so ist? Nicht?

Hab ich’s mir doch gedacht; ich nämlich auch nicht! Aber ein Kollege von mir sagte, dass die im Bundeshaus noch nicht gemerkt hätten, dass die Autos in 31 Jahren viel sicherer geworden seien und von der Fahrsicherheit her Tempolimiten auf Autobahnen totaler Unsinn seien. Autobahnen seien  Schnellstrassen, und nur Deutschland, als einziges Land in der zivilisierten Welt, wisse, was das bedeutet, dafür hätten die aber pro gefahrenen Kilometer weniger Unfälle auf der Autobahn als wir.

 

Das ist aber noch nicht alles, was er gesagt hat Stellen Sie sich vor, er hat auch gesagt, dass,

wenn ein Gesetz von mehr als 50% der Bürger nicht eingehalten werde, nicht der Bürger, sondern das Gesetz schlecht sei. Als Beispiel führte er den Autobahnabschnitt Bern Wankdorf-Bern Brünnen auf. Da sei bis vor zwei Jahren eine Beschränkung von 80 km/h signalisiert gewesen...,und keiner hielt sich, daran, weil er sonst ein Verkehrshindernis dargestellt hätte. Selbst die Polizei weigerte `sich, dort noch Radarkontrollen durchzuführen. Und siehe da, nach nahezu zwei Jahrzehnten haben die «Schlafmützen» das auch bemerkt, und nun darf man plötzlich 100 km/h fahren.

 Also, als mir der Kollege dies alles erzählte, habe ich zu ihm gesagt: «Du gehörst hinter Gitter, du bist ein schlechter Staatsbürger, du hast zu tun, was dir befohlen wird. Eigene Gedanken sind hier nicht gefragt“

Seit her grüsst er mich nicht mehr, und das tut mir eigentlich, leid. Damit Sie, Herr Bundesrat, wissen, wer solche verwerfliche Dinge sagt und ihn «strafrechtlich verfolgen» können, habe ich am Schluss dieses Briefes seinen Namen notiert, In diesem Sinne wünsche ich Ihnen auch weiterhin den gesunden Schlaf, welchen Sie bisher an den Tag gelegt haben.

 Mit freundlichen Grüssen,

Ihr untertänigster M. N. aus Zollikofen

 

 

 

 

 

040808

Unser Moritz machte eine Rheinschiffahrt (juli 04) eine woche lang, sehr romantisch....

jetzt sollte er mal eine woche lang mit dem lastwagen durch europa karren, vielleicht gehen im dann die lichter an... ob diese woche auch so romantisch wird?

 

 

 

Unten gebe ich einen Kommentar betreffs «Vision Zero».

 

Quelle: Beobachter 03/04

Moritz Leuenberger

«Mehr Polizeikontrollen auf den Strassen»

Text: Thomas Angeli, Ursula Gabathuler

Bessere Ausbildung der Fahrer und vor allem mit Benzingeldern finanzierte Verkehrskontrollen: So will Moritz Leuenberger bis ins Jahr 2010 die Zahl der Verkehrstoten um die Hälfte reduzieren.

Beobachter: Herr Leuenberger, Hand aufs Herz: Hält sich Ihr Chauffeur strikt an die Verkehrsregeln, auch wenn es pressiert?
Moritz Leuenberger: Mein Chauffeur ist ein Profi, und zu einem Profi gehört, dass er sich strikt an die Vorschriften hält, und zwar in jeder Situation. Im Strassenverkehr hat es aber zu 90 Prozent Laien. Und unprofessionelle Lenker, vor allem unerfahrene, haben die Tendenz, sich zu überschätzen.

Beobachter: Fühlen Sie sich selber im Strassenverkehr sicher?
Leuenberger: Eigenartigerweise habe ich weniger Angst als im Flugverkehr, obwohl dieser ? statistisch gesehen ? sicherer ist. Es geht mir wie allen Leuten: Im Auto hat man immer das Gefühl, man könne sein Schicksal beeinflussen, man könne selbst bei einer drohenden Frontalkollision noch ausweichen.

Beobachter: Jetzt hat das Bundesamt für Strassen den Massnahmenkatalog zur «Vision Zero» überarbeitet. Tempobeschränkungen auf Autobahnen und ausserorts sind vom Tisch. Dabei zeigen Statistiken, dass gerade ausserorts viele Autounfälle geschehen. Was halten Sie von dieser Trendumkehr?
Leuenberger: «Vision Zero» war ein Auftrag an Experten, einmal abzuklären, was zu tun wäre, um die Traumvision null Verkehrstote zu erreichen. Dabei war immer klar, dass man nicht alles umsetzen kann. Denn absolute Sicherheit erreicht man nur mit Tempo Zero. Und das ist in einer Gesellschaft, in der Mobilität sehr wichtig ist, weder sinnvoll noch wünschbar. Wir stehen mitten in einem Prozess, noch ist keine Massnahme definitiv. Über Tempo 70 ausserorts beispielsweise werde ich sicher noch mit meinen Fachleuten diskutieren.

Beobachter: Die Grossdemonstration der Töfffahrer im letzten Frühling scheint die Beamten stark beeindruckt zu haben. Auch die ursprünglich vorgeschlagene Tempobeschränkung für Motorräder ist nun kein Thema mehr. Werden die lautesten Motoren am ehesten gehört?
Leuenberger: Ich war schon vor der Demonstration dagegen. Dass Töffs auf der Autobahn 80 fahren sollen, also weniger als die Autos, finde ich gefährlich. Der massive Widerstand gegen diese Expertenidee zeigt den Freiheitsmythos, den viele Leute mit der Geschwindigkeit verbinden. Sie nehmen das Risiko sogar bewusst in Kauf, sie lieben den Nervenkitzel.

Beobachter: Welche Sicherheitsmassnahmen sind für Sie am wichtigsten?
Leuenberger: Die effizienteste Massnahme ist die Ausbildung der Fahrerinnen und Fahrer. Die Strassen und die Autos sind in den letzten Jahrzehnten sicherer geworden. Leitplanken zum Beispiel haben schon Hunderten von Leuten das Leben gerettet. Nur der Mensch hat sich nicht wesentlich verbessert. Am riskantesten fahren die jungen Lenker. Darum führen wir im nächsten Jahr den Führerschein auf Probe und mehr praktische Ausbildung ein.

Beobachter: Zu schnelles Fahren, Telefonieren am Steuer oder Drängeln auf der Autobahn gelten als Kavaliersdelikte. Warum werden sie nicht schärfer geahndet?
Leuenberger: Diese Delikte werden wohl von der Polizei verfolgt, in der Gesellschaft aber moralisch noch nicht geächtet, und das ist das Problem. Wir müssen die Leute zum Umdenken bringen. Das ist teilweise gelungen. So ist Fahren in angetrunkenem Zustand heute kein Kavaliersdelikt mehr. Im Strassenverkehr nützt nur konsequente Repression.

Beobachter: Und die muss ausgebaut werden?
Leuenberger: Ja, ganz klar. Die Schweizer Gesetze sind gut, sie werden einfach zu wenig eingehalten. Es braucht mehr Kontrollen. Deshalb wünsche ich mir, dass die Polizei vermehrt auf den Strassen eingesetzt wird.

Beobachter: Das ist wohl eine finanzielle Frage.
Leuenberger: Solche Verkehrskontrollen könnten etwa aus den Mineralölsteuer-Geldern finanziert werden. Ich werde die Idee weiterverfolgen, dass aus diesen Mitteln Sicherheits- und Polizeiaufgaben bezahlt werden.

Beobachter: Wie sieht Ihre persönliche «Vision Zero» für das Jahr 2020 aus?
Leuenberger: Ob Vision oder Utopie: Das Ziel null Verkehrstote ist wohl nie zu erreichen, aber wir haben die moralische Pflicht, uns ihm zu nähern. Die Zahl der Verkehrstoten bis 2010 auf 300 zu halbieren ist ein realistisches Ziel. 

Artikel zum Thema:

Beobachter 01/04
Verkehr: Geradewegs ins Desaster

Beobachter 14/01
Verkehr: «Auf unseren Strassen sind die Unfälle schön verteilt»

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Kommentar von mir sk:

Es ist schade wie viel Geld in unnütze Studien investiert wird, wo im Prinzip nichts bringen... und nur das Volk verrückt macht. Sie Töff Demo in Bern. Dank an die Zweirad wo so zahlreich den Weg nach Bern in angriff genommen haben... 

Wenn man schaut, welchen Schwachsinn in den letzten zwei Jahren in unserem Kanton verbaut wurde, wo der Strassenverkehr nicht sicherer gemacht hat. Sondern viel gefährlicher!!

So wird die «Vision Zero» nie Wirklichkeit, warum.

Man kann auf diversen Seiten nachlesen, wo neue Gefahrenherde im Kanton Solothurn gebaut wurden. 

Werde diverse links machen, das man die Artikel besser findet. Ebenso findet ihr auch lösungs- vorschläge. 

Vielleicht geht unserem obersten Verkehrsminister dann ein lichtlein an.

 

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