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Historischer Markt Ardez
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Alle rechte liegen beim Autor. Bilder des Marktes vom 2006 und 2007. Sgraffito, Flechterei und Schmiedekunst: Ardez hat am vergangenen Wochenende
seine Besucher in eine Zeit entführt, Von Oliver Seifried Ardez. — In Ardez werden an diesem Wochenende die Uhren um ein paar
Jahrhunderte zurückgedreht: Das Unterengadiner Dorf unterhalb des Schlosses
Steinsberg lässt mit einem zweitägigen historischen Markt alte, längst
vergessene Zeiten aufleben. daneben köchelt auf kleiner Flamme die Suppe essen. Es müsse nicht immer alles modern sein. Vielmehr möchte man den Besuchern zeigen, wie das Leben vor ein paar hundert Jahren, gewesen sei, so Zimmermann. In der Tat: Rund ein Dutzend Aussteller aus der Region bieten klassische einheimische Produkte feil und führen den zahlreichen Besuchern altes Handwerk vor, das heute nur noch selten eingesetzt wird. Mörtel, Kalkmilch, Geduld Einer davon ist der 70-jährige Corsin Feuerstein aus Scuol. In einer engen
Seitengasse führt der ehemalige Architekt Interessierte in die Kunst des
Sgraffito ein. «Seit über 40 Jahren habe ich in der Freizeit die Kunst des
Kratzputz ausgeübt, sagt Feuerstein und spannt den Sommerschirm auf. «Die Sonne
trocknet den Mörtel auf den Gipsplatten schnell aus, und ohne Feuchtigkeit wird
es schwer zu arbeiten», erklärt Feuerstein. Bei einem Haus sei das anders; Dort
hält die dicke Bruchsteinmauer die Feuchtigkeit des Mörtels zurück», sagt er. Um
sein Handwerk zu demonstrieren, benötigt Feuerstein eine Gipsplatte, einen zwei
bis drei Millimeter dicken Mörtel-Verputz; etwas Kalkmilch und Geduld, Die
Kalkmilch muss in den Verputz reinziehen, bevor man zu kratzen beginnen kann»,
sagt Feuerstein. Mit dem Kratzvorgang werden die schmucken, kontrastreichen
Verzierungen in die Hauswände «eintätowiert». «Während das Abgekratzte dunkel
schimmert, scheint der Rest weiss», so Feuerstein. Für diesen Prozess verwendet
er seit jeher ein unkonventionelles Werkzeug einen Korken mit einem Nagel drin.
«Das Teuerste dabei war die Flasche Wein», lacht der Künstler und ritzt die
ersten Striche in die Platte. Routiniert und gefühlvoll kratzt
Wegen des grossen Erfolges soll es in den nächsten Jahren weitere Ausgaben
des Markts geben. Dann aber alles eine Nummer grösser: «Wir wollen den Markt zu
einem traditionellen Event Anfang August machen, den man unweigerlich mit Ardez
verbindet, sagt Zimmermann.
p.s. sk es werden dann noch links aufgeschaltet.
Wander WaltiSeit 1993 wohne ich im Engadin und habe dieses schöne Tal kennen und lieben gelernt. Ich freue mich mit Ihnen die vielen kleinen und grossen Schönheiten der Natur geniessen zu dürfen. Gerne lade ich Sie ein, diese selber zu erwandern und zu erleben.
Walter Schmid, Wanderleiter BAW |